Das beflügelnde Wort, als bewegender Gedankensport

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Lebensfreude kann nicht stehen bleiben, denn dadurch kann sie sich nur selbst abtreiben, sie möchte weiter entwickelt werden über das Erkennen der sich erweiternden Handlungsmöglichkeiten, durch den wahren Geist im Wort der Klärung. Die zunehmende Vorstellungskraft als ununterbrochener Aufschwung.

Der wahre Geist verlangt keine sachbezogene Stellungnahme, denn er weiß, dass dadurch jemand auf eine gewisse Einstellung festgenagelt wird und er dann, zwischen seinen Einstellungen gefangen, hin und her irrt und sich selbst immer mehr verwirrt (grübeln und sich selbst verübeln). Es ist die Mehrung der bezogenen Festeinstellungen, die jeden frei beweglichen Geist in der aufkeimenden Entwicklung erstickt, sodass der Mensch sein ganzes Leben, letztendlich, als einen scheinbar festgelegten Schicksalsweg erblickt.
Die sich verschärfende Gesellschaftsregel, sie bestimmt eines gesellschaftskonformen Menschen (der zu allem eine unanstößige Stellung bezieht) Festlegungs- und Erstarrungspegel, über den zunehmenden Starrsinn hinein in die Vergreisung, das ist somit für ihn die Regel.

Eine Frau schränkt erst dann, aus ihrem freien Willen heraus, ihren materiellen Bewegungstrieb ein, sollte sie durch den wahren Geist eines Mannes, der sie vom Unbewussten in die Bewusstwerdung hinein hebt, gespeist über erfrischende Vorstellungskraft, magnetisiert sein. Ja sie spürt dann seine Grundeinstellung, die da lautet: „Die Freiheit, sie sei dein, sie soll dir ein ständiger Zuwachs sein.“
Die Begrenzung im Gefängnis seines materiellen Bewegungswahns bestimmt jeder Mensch für sich allein, er wird letztendlich das verschlissene Resultat sein, nur das wahre Wissen hält ihn von der Anhaftung des Verschleißes rein.

Die Menschen eilen von Ort zu Ort, ihr Trieb den Richtigen zu treffen am richtigen Ort, der trug sie zum Augenscheinlichen hin fort, doch in Neu-Babylon finden sie nirgendwo den Richtigen am rechten Ort, denn allen, an jedem Ort, fehlt die wahre Vorstellungskraft, die da hervorleuchtet aus ihrem Wort. Es gibt nur einen, aus der Selbsterkenntnis heraus gezeugten Ort, den niemand mehr verlassen möchte, denn die Sehnsucht packt ihn, ist dieser fort. Ja der Ort ist das Wort, und wer es in die Qualität der Erkenntnis hinein erhoben hat, der ist der rechte Ort.
Einige der Gewohnheitstiere werden sagen, dass sich solche Worte, die sie noch nie gehört haben, einfach nicht gehören, sie werden sich förmlich daran stören und sich darüber empören, wenn sie somit in ihr gesellschaftskonformes Regelgrab gehen, so soll mich das aber nicht weiter stören, denn sie hatten keine Ohren, um zu hören. Babylon, der Ort der quäkenden Babysprache bleibt somit ihr zu kassierender Lohn. Und da sich in Babylon das Baby lohnt, deswegen wird ihnen ständig von ihren Babys wieder die Babysprache beigebracht, jeder spiegelt sei Gegenüber in sich, zieht das einmal in Betracht, ihr da, in der Sprachverwirrung eurer dunklen Nacht.

Siegelbruch von beziehungsWEISE

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9 Gedanken zu „Das beflügelnde Wort, als bewegender Gedankensport

  1. 166

    … was sie sieht, kann er hören, was sie hört, kann er sehen.
    Sie ist traurig, weil er nicht hört was sie hört. Er ist zornig, weil sie nicht sieht, was er sieht.
    Sie denkt, er ist zornig wegen ihr. Er denkt, sie ist traurig wegen ihm.
    So tanzen sie um „Nichts“ und träumen vom fliegen …

    Antwort
    1. siegelbruch Autor

      Also 166, das gehört sich ja wohl auch so, dass man dem anderen seine Träume von den Augen abliest, noch ehe man dabei dasteht, wie ein Pudel, der sich selbst begießt, damit der, der sich leider nur mit seinen Augen versehen hat, es genießt.
      Anders gäbe es ja wohl auch kein materialisiertes Leben, deswegen müssen nun einmal alle zum Lächerlichen streben.

      Siegelbruch

      Antwort
      1. 166

        Ich finde Du gehst zu hart mit dem Pudel ins Gericht. Man(n) macht ein ängstliches Kind ja nicht mutiger, in dem man es als Feigling beschimpft.
        Eine Inspiration dazu aus der Götzendämmerung:
        „Hier ist die Aussicht frei. – Es kann Höhe der Seele sein, wenn ein Philosoph schweigt; es kann Liebe sein, wenn er sich widerspricht; es ist eine Höflichkeit des Erkennenden möglich, welche lügt. Man hat nicht ohne Feinheit gesagt: il est indigne des grands coeurs de répandre le trouble, qu’ils ressentent: nur muss man hinzufügen, dass vor dem Unwürdigsten sich nicht zu fürchten ebenfalls Grösse der Seele sein kann. Ein Weib, das liebt, opfert seine Ehre; ein Erkennender, welcher „liebt“, opfert vielleicht seine Menschlichkeit; ein Gott, welcher liebte, ward Jude … „

      2. siegelbruch Autor

        Also 166, ich sehe es im Moment so, ich habe immer weniger Lust zur Äußerung, denn desto mehr ich mich äußere, desto weniger verinnerlichen die Leute, das heißt, sie schauen nur kurz rein und sagen sich: „Aha, er äußert sich noch.“ Doch wenn ich mich nichts mehr äußere, so sagen sich die Menschen: „Wo ist er denn, er äußert sich ja gar nicht mehr, das ist ja komisch? Das macht uns ja richtig neugierig, jetzt müssen wir doch wirklich mal nachlesen, was er da geäußert hat.“
        Wo es Liebe gibt, die weiß, dass sie nur eines ist, nämlich Bewusstseinsentwicklung, um zwischen Mann und Frau Handlungsfähigkeit in freier Entfaltung schöpferisch zu entwickeln, da gibt es keine Ehre (Ehre = moralische Geistesbeschränkung), und nach Menschlichkeit fragt bei dieser Art der Bewusstseinsentwicklung dann sowieso niemand mehr, denn wer will dann schon noch ein eingeschränkter Mensch sein?
        Weniger ist mehr, ziehe ich mich wohl demnächst aus dem Verkehr?

        Siegelbruch

  2. 166

    … vielleicht sollte ich auch besser schweigen, doch dazu fehlen mir manchmal einfach die passenden Worte.
    Ehre auf „moralische Geistesbeschränkung“ zu beschränken und die „Kreatürlichkeit“ oder Menschlichkeit als Beschränkung empfinden, scheint mir einseitig betrachtet …

    Antwort
  3. siegelbruch Autor

    Ja 166 wie man es gerade betrachtet, ich habe zum Beispiel immer die Ehre einem Unbestechlichen zu Diensten zu sein, und richte mich dann auf die Durchsetzung seiner Moralansichten ein, unter dem Motto: „Es wird mir eine Ehre sein.“ Und irgendwann sagt er dann, es wäre moralisch, zöge ich mich, für ihn, selbst über den Tisch. Als Gefühl gibt das dann solch Selbstironie- und Schadenfreudegemisch, auf jedem Fall sehr masochistisch. In meinem momentanen Dasein, da ist meine Ehre aber nun ganz klein, viele finden das echt gemein.

    Mal noch eine dumme Frage 166: Durch den Schornstein kommst du zufällig nicht mehr rein?

    Siegelbruch

    Antwort
    1. siegelbruch Autor

      Aha, du auch, der Zufall ist ja auch ein guter Brauch, sonst wäre das Leben ja langweilig wie Schall und Rauch. Ja, essen und durchfallen tun sie deswegen auch, ist ja auch ein guter Brauch.

      Siegelbruch

      Antwort

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