Das Drama als scheinbare Grundlage der zweigeschlechtlichen Existenz. Will Gott dabei lernen?

Durchs Drama kann man sich schon von dem Aspekt, den wir Gott nennen, entfernen.

Locker1

Wenn ich nicht übers logisch zu verknüpfende Wort bewusst erkenne, in welch einer misslichen Welt ich lebe, so kann ich auch nicht in eine höhergeistige und bessere Welt einkehren, denn ich kehre in diesem Fall immer wieder dort hin zurück, wo es misslich war, weil ich genau das vermisse. Und da haben wir das Drama dann schon, immer wiederkehrend auf ihrer Misslichkeitsmission.

In der heutigen Esoterik hört es sich gerade so an, als ob Mann und Frau nur deswegen eine Existenzberechtigung hätten, um aus dem gemeinsam schmerzlich gelebten Drama (ob nun in zugegebener Weise oder auch nicht, da das Drama von ihnen oftmals unter den Deckmantel der Harmonie verdrängt wird) zu lernen. Ich weigere mich aber nun, in logisch berechtigter Weise, zu glauben, dass ein schöpferischer Prozess nur am gelebten Drama (unter dem Motto: „Aus Erfahrung wird man klug.“), zwischen Mann und Frau, gekoppelt ist, und dass Mann und Frau in dem Moment ihre Existenzberechtigung verloren haben, wenn das Drama irgendwann einmal ein Ende gefunden hat, weil es ein Leben danach, für sie so nicht gibt, da sie dann nicht mehr in schmerzlich schöpferischer Weise (= versuchend neckisch die Langeweile vertreibend) miteinander wirken können. Das heißt also, für jede Menschenseele ihr androgynes Nirvana, in dem das Nichts alles ist und alles Nichts, aber das eben in, durch und durch, gefühlter Allwissenheit.
Ich vertrete hier die logische Auffassung, dass das Drama zwischen Mann und Frau einem sehr ausgeklügelten Programm folgt, mit dem sich immer weiter fortsetzenden Ziel der zusammenkompromissten Zerspaltung und Zerstreuung, unter dem Motto: „Teile und herrsche!“ Wer beherrscht nun aber wen? Herrscht etwa der, der immer dazu aufgerufen wird, dass er sich doch endlich mal beherrschen soll? Na das ist ja wirklich toll!
Wie sieht sie nun aber aus, die Dramaturgie des ewigen Lernens, wegen der Angst vor einem Ende, denn ohne Lerndrama verlieren ja scheinbar die Hauptdarsteller ihre geschlechtliche Existenzberechtigung. Und wo bliebe in diesem Fall für die Welt der auf und Abschwung?

Das Drama:

Die Diskrepanz bei der Sexualität zwischen Mann und Frau liegt genau dort: Er könnte, von seinem Trieb getrieben, in aggressiv verzehrender Weise auf ihren unter Überflussdruck stehenden Körper, den sie ihm schon zu oft entzogen hat, förmlich suchtartig (= Entzug ist Flucht, Flucht zeugt Sucht) zugreifen. Doch sie entzieht ihm ihren Körper genau deswegen, weil dieser zwar, in der Art einer inneren Druckentlastung, förmlich aufgezehrt werden möchte, von einem Mann, aber nur von einem, der sie dabei, in zärtlichster Weise, sanft genießen kann. Pech für den Mann, der das nicht kann, denn an solch einem hängt ihr viel zu viel Aggressionsaffekt dran, unter dem sie nur in frigider Art verkrampfen kann. Wobei es dann nicht gerade selten der Fall ist, dass es ihr erst einmal, mit seinem fast schon brutalen Eindringen zu schnell geht, weil bei ihm alles hektisch und schnell geht, dass er es das zweite Mal gar nicht mehr schafft und schon viel zu früh kommt, und er das dritte Mal dann überhaupt nicht mehr kann, denn er hat in seiner hektischen Übererregung den Umkehrpunkt hin zur Impotenz erreicht, dieses Loos ist natürlich für ihn nicht gerade leicht. Ja so verhält es sich, mit dem, durch ständigen Entzug, übererregten Mann, dessen schmerzhafte Übergriffsaggression sie jetzt nicht mehr fürchten braucht, denn er weist sie körperlich zurück, da er sich vor ihr schämt und sich nicht blamieren will, dafür, dass er nicht mehr kann. Und plötzlich entdeckt dieser Mann, dass er auf kleine Kinder (die nicht innerlich herausfordernd und trotzbesetzt über seine ohnmächtige Triebaktion, heimlich, lachen) noch potenten Trieb entwickeln kann, und somit fängt seine Umkonzentration (auf die, die ihm noch ernst nehmen in seinem Trieb) an. Wer alle Kinderschänder, ohne die Kenntnis der Ursachen, nun aber ganz schnell hängen will, der sollte nicht so laut brüllen, denn plötzlich hängt er neben ihnen ganz still.

Sie übt durch das, was sie zu ihm gut gemeint sagt und ihm geschmackvoll vorsetzt zum Essen, Druck in ihm aus. Insofern er es schluckt, kann er sich, wegen ihrer mütterlich geschmackvoll zuvorkommenden Art, irgendwann nicht mehr, vor ihr, zum Ausdruck bringen als Mann. Das heißt für ihn: Ohnmacht (= Alterungsprozess) und Impotenz (= körperlich wie geistig). Er altert sodann wie eine Maschine, die sich verschleißt, ganz nach ihrem eingespeisten Programm der muttersprachlichen Regelform, denn er schluckte es und hat dadurch viel Stress. Aber er nimmt das alles locker (= Schraube locker) und lässig, sein Körper reagier darauf, psychosomatisch, sauer wie Essig, denn lässig lässt er ihr den Sieg, und bemerkt dabei noch nicht einmal ihren harmonisch gegen ihn geführten Krieg. Der Siegesgöttin gehört somit der Sieg. Doch genau deswegen geht es immer wieder mit ihm in die nächste Katastrophe hinein. Warum? Weil das nun einmal gesellschaftlich so üblich ist, denn diese zieht bei den Frauen nicht, seine lässig lockere List, die einfach nicht ernst zu nehmen ist.
Eine Katastrophenankündigung ist es schon für beide, wenn es bei der Eheschließung heißt: „Bis dass der Tod euch scheidet.“ Besser wäre es wohl, wenn es hieße: „Denkt mal nach und seht mal zu, dass ihr den Tod vermeidet.“

Ganz natürlich könnte man sagen: Die Sexualität ist die Kraft, die uns in unserer Unbewusstheit dahinrafft, doch der logisch klärende Geist kann sie umkehren als Kraft, sodass sie bewusst schöpferisch das ewige Leben erschafft.
Geht die Sexualität nicht einher mit dem selbsterkennenden Klärungstrieb im Wort, so wird alles, was wir tätigen, zum Selbstmord.

Ohne die Wahrheit kann niemand Leben, und die Grundlage der Wahrheitsäußerung fängt zwischen Mann und Frau an, und so hart es auch klingt, doch wer das bezüglich der Sexualität nicht kann, der fängt sofort zu altern und zu sterben an. Der Mensch ist dann nämlich nur noch am inhaltlosen schaffen fürs mitessende Auge und am Essen, um zu vergessen.

Eine wechselseitige Ergänzung im wahrhaftig erkennenden Gedanken, der aus dem erfühlten Wort heraus resultiert, das ist Liebe.

Siegelbruch

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7 Gedanken zu „Das Drama als scheinbare Grundlage der zweigeschlechtlichen Existenz. Will Gott dabei lernen?

    1. siegelbruch Autor

      Hallo LichtWerg, danke für dein Verbreitungsinteresse, andere hätten meine Gedanken lieber gleich im Keime erstickt, da ohne Lichtinteresse sowieso niemand durchblickt.

      Siegelbruch

      Antwort
      1. siegelbruch Autor

        Ja LichtWerg, der Mensch, der das Komplexe erkennt und die Logik darin erfühlen kann, genau der wird seine Gedanken immer mehr auf sein Gefühl ausrichten, und er kommt somit auf der höheren Bewusstseinsebene an.
        Er wird das hinterfragen und durchdenken, was für alle Systemleichen nur absolut pervers sein kann, und somit kommen sie dort, wo der Hinterfragende ankommt, nie an.

        Siegelbruch

    1. siegelbruch Autor

      Ja Sol.Ari.S, so ist es, denn körperlicher Abstand zeugt geistige Nähe, und somit bin ich für viele weit entfernt, aber ich habe in dieser Distanzwahrung geistig viel gelernt,

      Siegelbruch

      Antwort

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