Willst du noch Spaß haben, so bist du nicht krank, keiner wird dich ernst nehmen, na Gott sei Dank

Um den Schatz des Lebens zu finden, da müsst ihr den Weinberg vollständig umgraben (wenn es auch manchmal zum Weinen ist), ansonsten ist er nicht für euch zu haben. Mein Blog ist der Weinberg, wer scheut es nun nicht, dies Werk? Fragt euch jedoch erst: „Ist der Heilige Gral unsere Lebenswahl, oder ist es doch mehr die Moral?“

Beitrag Nr. 149

Um ewig zu leben, müsste es eine Motivation dazu geben, und die ist nicht zu sehen, deswegen kann ich die Menschen, untereinander, schon verstehen, so wie ihre Verhältnisse und Beziehungen aussehen.

Wenn Männer und Frauen sich trotz mangelnder Kompatibilität (= Mangel an abgestimmtem Ergänzungsvermögen) zusammen raufen, dann fangen sie plötzlich an, die ganze Welt aufzukaufen. „Na eben, sie haben ja auch sonst nichts vom Leben!“ Nein, das großkotzige Angeben ist in diesem Fall für sie keine Schweinerei, denn jeder hat nun einmal seinen Spaß, entsprechend der blöden Neidhammel, dabei. Eigentlich halten sie es ja, in ihrer Art der Paarung, nicht miteinander aus, aber sie machen eben das Beste draus, der Tod holt sie ja Gott sei Dank (es ist ja auch nicht ewig auszuhalten, da krank) da raus, bis da hin geben sie sich aber noch gegenseitig viel Beziehungserhaltungsapplaus und hängen dabei Sitte, Moral und Anstand, gegenüber dem Partner ihrer Vernunftehe, ganz groß raus. Ja wenn sie sich dabei auch (bei all dieser zusammenklettenden Heuchelei) selbst und einander, heimlich bis unheimlich, stinken, so tun sie aber doch gern in ihrem vorgezogenen Verwesungsgestank, getarnt über viele Duftwässerchen, versinken.

Die heutigen Menschen der modernen Beziehungsart, sie erfassen es nicht, mangels ihres Bewusstseins, dass sie eigentlich sterben wollen, und genau deswegen gehen sie zu Ärzten ihres Vertrauens, die ihr Leben retten sollen.

Was ist eigentlich, wenn ich als Mann keine Witzfigur mehr für meine Beziehungspartnerin sein möchte, deren Herz ich doch damals mit viel Spaß und Humor eroberte? In diesem Fall dauert es sicherlich nicht lange, bis ich herausgefunden habe, dass ich von ihr immer dann ernst genommen werde, wenn ich krank bin. Ja irgendwie bekomme ich es dann auch immer wieder hin, dass ich es bin. Was? „Na ich bin meine Krankheit, und das ist sehr gescheit!“ Und somit bin ich dann auch zum Scheitern bereit, denn mit der Zunahme meiner Psychosomatik hält sie das Pflegeheim für gescheit, denn schließlich bin ich im Punkte der Unerträglichkeit nun für sie so weit.

Der ganz normale Mann dieser Gesellschaft, der empfindet seinen Geschlechtskörper erst einmal, als Waffe im Kampf gegen den Einfluss der Frau, wobei er dann jedoch im täglichen Umgang mit ihr, genau deswegen, ein immer schlechteres Gewissen bekommt, weil sie es doch (trotz seiner aggressiven Geilheit, die da in ihm heimlich wurzelt) so gut mit ihm meint, wodurch sie dann für ihn immer Unantastbarer erscheint, sodass er genau an dieser zwiespältigen Verklemmung, die ihn irgendwie immer handlungsunfähiger macht, zugrunde geht. Sie ist nämlich plötzlich sein Einfluss nehmender Engel (einer der muttersprachlich regelnden Art und Weise) des Reinheitsgebotes, der da wider seines ursprünglichen Willens. Ja in ihrer netten Art (die er schon förmlich anbetet), da hat sie ihn plötzlich (Höflichkeit, ihm über ihre unausgesprochene Erwartungshaltung abverlangend) unter ihrem wünschenden Anspruchsdrill, und solange, wie er mit der Erfüllung dieser Art der Liebesbeweise beschäftigt ist, da tut sie selbst, was sie will, er schweigt dazu ja auch still.

Eine Frau sehnt sich eigentlich nach einem Mann, der ihr zeigt, wo der Weg des Lebens entlang geht. Und wo geht dieser dann entlang? Natürlich dort, wo beide der Spur des Geldes folgen, denn schließlich hat jeder Wünsche, die ihm der andere nicht erfüllen kann, sonder nur das Geld in seiner bestechenden Art einem Dritten gegenüber. Ihr Weg des Lebens ist somit ein Weg hin zum Tode, aber der ist nun einmal gesellschaftlich in und ganz groß in Mode. Nein, einer hat dem anderen, innerhalb ihrer gleichberechtigten Beziehung, nichts mehr logisch Einleuchtendes zu sagen, denn des scheinbaren Überlebens wegen, müssen sie immer erst einmal ihren Geldgeber fragen. Ja die so beziehungsorientierten Menschen können es sicherlich nicht fassen, neige ich mal wieder dazu dem großmäuligen Macho (der unter dem Motto: „Da geht der Weg lang!“), dem in seiner aufwertenden Finanzspritzenabhängigkeit vor den Frauen (also in seinem Marionettendasein), die Heißluft rauszulassen, denn damit sie als rechnende Frau seiner Spur auch immer schön folgt, muss er mächtig rechnen und aufpassen, denn Frauen neigen nun einmal schnell dazu, Männer, die ihnen nichts mehr über Drittanbieter bieten können, zu hassen, denn bei einem Langweiler wie ihm müssen sie sich ja durch irgendetwas abwechslungsreich zerstreuen lassen.

Sie haben es immer gewusst, wenn die Wahrheit über die Sexualität ans Licht kommt, so brechen alle ihre Machtstrukturen, gerade so wie im Dominosteineffekt, zusammen, über den Stein des Anstoßes. Deswegen nun aber auch diese ewige Hexenjagd und Vergötterung der Mutterschaft, an der schon Generationen zugrunde gegangen sind, in der Anbetung Babylons (= die Sprachverwirrung über das Baby, welches sich lohnt), und dem dazugehörenden Goldenen Kalb, als Kind.

Die Quelle der wahren Information ist versiegelt. Warum? Der Mensch hat keinen Wortschatz mehr, auf den er sich klar und klärend berufen kann, und somit fängt er, dem Trend entsprechend, zu raten an, wie er die meiste Macht über alle gewinnen kann.

Wenn sich die Menschen auf das einlassen würden, was ich verbreite, so müssten sie sich ja auf einen unendlich kreativen und schöpferischen Denkprozess einlassen, doch das wird ihnen schnell zu viel (dies ist nicht ihr Ziel). Sie möchten schließlich irgendwann einmal sagen: „Na endlich!“ Der Mensch braucht immer etwas, wovor er ins Endliche hinein flüchtet, denn endlich ist sein bevorzugter Genuss und Schluss. Vor was flüchtet der Mensch nun aber ins Endliche? Vor seinen eigenen Versprechungen, die er einmal abgegeben hat, da sie als Liebesbeweis gelten sollten. Ja der Mensch kann sich doch wohl mal versprechen, oder ist das etwa ein sich selbst verurteilendes Verbrechen, wegen seiner zunehmenden Unfähigkeit sie einzuhalten, seine versprechen. Er gab seine Versprechen ab, um vor anderen, die mit Wünschen und Ansprüchen an ihn herantraten, seine Ruhe zu haben, doch genau deswegen werden sie ihn nun, dort wo er nicht mehr flüchten kann, auf dem Friedhof, begraben.

Wer verbleibt in den Fängen der Dunkelmächte? Der, der da sagt: „Die sittliche Moral bleibt meine Wahl.“ Doch ich sage dann zu ihm: „Erkläre es mir, was ist die Moral?“ und genau dann versagt er auf seiner ganzen Linie total. Moral ist es, das, was mir als schmutzig suggeriert wurde, nicht gedanklich in Betracht zu ziehen (es ist meines Gedankens scheinbar nicht würdig), sondern dies scheinbar Schmutzige einfach zu bekämpfen, so wie es sich anscheinend gehört, damit es niemand stört. Die gängige Moral ist also ein Denkverbot, welchem alle hörigst folgen.

Die Träger der Moral, sie pfeifen alle aus dem letzten Loch, ganz unter dem Motto: „Nun mach doch! Warum? Wenn du unmoralisch bist, so holt uns das noch einmal kräftig aus unserem Loch.“

Es gibt Männer, die haben ein Kreuz wie ein Kleiderschrank, und vor diesen möchten sich die Frauen unbedingt ausziehen, um etwas hineinzuhängen, denn ein leerer Kleiderschrank, der macht sie nur krank. Ja mit leeren und gut aussehenden Hüllen, kann sie als Frau solche Kleiderschränke optimal anfüllen. Er als Kleiderschrank passt nämlich gut auf, damit ihre nicht verloren gehenden Hüllen auch später noch, vor ihm, ihren ausziehenden Zweck erfüllen. Was ist dabei nun aber ihr Glück? Er als Schrank ist einfach nur beschränkt, wenn er glaubt, dass er über die Inhalte, die sie ihm gibt, logisch denkt. Ja es ist nun einmal ihre Altkleidersammlung, die ihn beschränkt, und an die er doch so sehr, seiner Fülle wegen, hängt. Und was ist das alles? Es ist die neuste Mode der Moral, aber total. Er ist durch ihren Stoffwechsel beschränkt, den sie in ihn hineinhängt.

reich und gluecklich02

Siegelbruch

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25 Gedanken zu „Willst du noch Spaß haben, so bist du nicht krank, keiner wird dich ernst nehmen, na Gott sei Dank

  1. Frau

    Hi Siegelbruch,
    kennst den Spruch „wenn man vom Teufel spricht!“.
    Hab gerade nach Dir gefragt. Hab Deinen Text erst bis
    zur Hälfte gelesen, werde jetzt weiter lesen…..

    Antwort
    1. siegelbruch Autor

      Also Frau, lass dir mal nicht von mir die Hölle heiß machen, denn das ist alles sehr teuflisch, vor allem die zweite Halbzeit, in diesem Geist der Zeitlosigkeit.

      Siegelbruch

      Antwort
      1. Frau

        Hi Siegelbruch,
        hast mir doch geschrieben nimm es Leicht. Weißte was! Hab Dir doch
        letzte Woche geschrieben, warum ich eventuell immer noch lachen kann und
        Dir die Serie „Parcs and Recrets, das Grünflächenamt“ gezeigt…
        Kannst Dir des vorstellen, jetzt haben die die Sitcom einfach, ohne irgendwas
        mitten drin aus dem Programm rausgenommen…. Sowas aber auch.
        Sowas nenn ich ausgetüfftele Antilachsanktionen. *augenroll*
        Boah mir wirds schon ganz schwummrig, so als hardcore Junky…. lach.
        (Für´s Fröschle, des war jetzt wieder sarkastisch)

      2. siegelbruch Autor

        Also Frau, baut dein Lachen nicht etwas zu sehr auf Schadenfreude auf, unter dem Motto: „Man ist das lustig, wenn er mal wieder auf die Nase fällt.“ Menschen die genau so über eine gewisse Selbstironie versuchen die Menschen zum Lachen zu bringen, die finde ich zum Heulen, denn sie wissen nicht was sie tun, und schon gar nicht, was sie sich selbst damit antun. Ablachstation Leichenhalle, dort landen diese nicht mehr ernstzunehmenden Menschen alle. Aber das ist ja das Natürlichste auf der Welt, dumm ist der, der sich ein ewiges Leben ohne Schadenfreude vorstellt.

        Siegelbruch

      3. siegelbruch Autor

        Ja Frau, ich muss immer über die lachen, die mit viel Humor und Spaß Beziehungen entfachen, und nach kürzester Zeit sind sie dann leer und ausgebrannt, ist das denn nicht wirklich allerhand. Nur durch gemeinsam erschaffenen Komfort, kommen diese Menschen dann nicht mehr voneinander fort, ewig auf der Flucht vor ihrer Leere, treibt es sie dann, um Fülle zu sammeln, von Ort zu Ort und von sich selbst fort.

        Siegelbruch

  2. Laubfrosch

    sie hängt ihm wohl ein paar Schnitzel in den Schrank und das gefällt ihm, dann braucht er über seine Beschränktheit nicht nachdenken und beide sind glücklich… das ja das Problem, daß beide noch in dem Maße glücklich sind, daß sie sich nicht auf die Suche nach Glück machen, erst wenn es wirklich zum Unglück wird fangt man an zu suchen… also kann man sich eigentlich freuen wenn Unglück kommt, naja danach wenn man dann das logisch erfassen kann, warum man so unglücklich geworden ist… und so können sie anfangen zum denken, weil das Denkverbot sie heimlich umlenken und merken, es macht Spaß so unmoralisch ehrlich zu sein und zu sagen es war Scheiße ich will das nicht mehr… man darf ja nicht mal sagen, daß man die Hitze nicht mag, es muß doch gemocht werden das schöne Wetter aber daß es ja niemand hört, daß ich meine eigene Meinung hab… und um die geht es ja doch schließlich meine Meinung, was will ich, was gefällt mir… und das geb ich ja noch nicht mal zu, weil wer anders sagt, das gehört nicht so, es muß so sein… also mir gefällt es nicht Arbeitssklave in dieser Welt zu sein, aber darf man sowas sagen, nein dann wird man gleich als Gesellschaftboykoteur hingestellt, man muß doch arbeiten… und mir gefällt auch diese alte Sexualität nicht aber darf man das sagen, nein dann werd ich gleich als frigide hingestellt, als Frau hat einem das doch zu gefallen… und was noch, was mir nicht gefällt, die Regierung, die sich nicht um mein Glück kümmert, das müßte sie doch, weil ich mir das so vorstelle, dann würde es mir gefallen aber nein, das darf man nicht sagen, weil eine Regierung braucht man ja und daß sie einem das Glück erfüllte also wer käme denn auf sowas, man soll doch die Steuern zahlen und was noch alles aber das nicht mein Glück… und so gehts in der ganzen Welt, ich darf nicht sagen, was mir gefällt, weil es ja gesellschaftlich sonst zusammenbrechen würde, wenn sich meine Weltregierungsvorstellungen verwirklichten… aber gott sei dank ist dieses Zeitalter vorbei, hach schneuz was bin ich froh wenn dieser Schiet gegessen ist… 😛

    Antwort
  3. Frau

    Also ich verstehe das so, dass dieser Typ ein Knallkopf ist.
    Dieser Spruch „Schon klar oder?“ war eine zeitlang bei uns zuhause ein running Gag.
    Immer wenn irgend etwas total blöd oder dumm gelaufen ist, dann ist dieser Spruch gefallen und haben
    uns köstlich amüsiert….. wollt mit dem Video das Fröschle auf den Arm nehmen…:)))))

    Antwort
  4. Laubfrosch

    wie kommt eigentlich jemand dazu mich als Besitz zu betrachten, als freie Seele, das ist schon unerhört… 👿

    Antwort
    1. siegelbruch Autor

      Das Gesetz setzt sich, um sich durchzusetzen. Wo sitzt nun aber du, um dich komfortabel und bequem durchzusetzen. Das Gesetz ist gesetztes Gewohnheitsrecht, und im Sinne zunehmender Schwerkraft ist es gar nicht mal so schlecht, aber es wird nun einmal absolut dem inneren Aufstieg der Frauen nicht gerecht. Warum? Frauen wollen sich zumeist nach unten hin (in die Schwerkraft hinein) durchsetzen, um sich selbst zu verletzen und sich abwechslungsreich zu zersetzen. Ja ihr innere Aufstieg ist für sie etwas zu Unmoralisches, deswegen müssen sie ihn durch den inneren Schwerkraftregeldruck ersetzen, denn alles, was nach unten hin abgeht, kann ihre Moral scheinbar nicht verletzen.

      Siegelbruch

      Antwort
  5. Tula Celina Stonebridge

    Guten Morgen! 😉

    Was mir gefällt

    Du fragst: „ob mir in dieser Welt
    Ueberhaupt noch ‚was gefällt?“
    Du fragst es und lächelst spöttisch dabei.

    „Lieber Freund, mir gefällt noch allerlei:
    Jedes Frühjahr das erste Thiergartengrün,
    Oder wenn in Werder die Kirschen blühn,
    Zu Pfingsten Kalmus und Birkenreiser,
    Der alte Moltke, der alte Kaiser,
    Und dann zu Pferd, eine Stunde später,
    Mit dem gelben Streifen der „Halberstädter“;
    Kuckuksrufen, im Wald ein Reh,
    Ein Spaziergang durch die Läster-Allee,
    Paraden, der Schapersche Goethekopf
    Und ein Backfisch mit einem Mozartzopf.“

    Theodor Fontane . 1819 – 1898

    Namaste

    Antwort
  6. Tula Celina Stonebridge

    Das Gedicht habe ich gerade gelesen.Gefällt mir so gut:

    Wahrlich, wahrlich, ich sage euch,
    Himmel und Erde sind sich gleich.
    Spricht der Himmel: Werde!
    Da grünt und blüht die Erde!
    Spricht die Erde: Sterbe!
    Da wird der Himmel ein lachender Erbe.
    Sterne sah ich blinken und sinken,
    Den Mond in der Sonne ertrinken,
    Die Sonne stieg in die Meere,
    Ohne dass sich ein Fünklein verlöre.
    Feuer und Wasser hassen sich,
    Erde und Wasser umfassen sich,
    Luft und Feuer entzünden sich,
    Erde und Feuer ersticken sich,
    Erde und Luft umkühlen sich,
    Luft und Wasser umspielen sich,
    Aber alles ist Liebe, Liebe, Liebe
    Und wenn sich alles empörte, verzehrte, verschlänge,
    Dass gar nichts bliebe, bliebe doch Liebe
    Die Hülle, die Fülle, die Menge.

    Namaste

    Antwort
      1. Tula Celina Stonebridge

        Ja natürlich lieber Siegelbruch 😉 und alles bio-logisch!

        guten Appetit

  7. Tula Celina Stonebridge

    Gefällt mir

    Es gefällt mir das dir gefällt,

    dass es mir gefällt.

    Dir gefällt es das mir gefällt,

    dass es dir gefällt.

    Uns gefällt, dass es euch gefällt!

    Angélique Duvier

    Juni 2013

    ©Angélique Duvier

    Namaste

    Antwort
  8. Tula Celina Stonebridge

    Tja gefällt mir diese Welt oder gefällt sie mir nicht!

    10. April 2012 09:26

    Grass‘ Gedicht im Wortlaut
    Was gesagt werden muss

    Günter Grass warnt in der „Süddeutschen Zeitung“ vor einem Krieg gegen Iran. In seinem Gedicht mit dem Titel „Was gesagt werden muss“ fordert der Literaturnobelpreisträger deshalb, Israel dürfe keine deutschen U-Boote mehr bekommen.

    Das Gedicht von Günter Grass

    Warum schweige ich, verschweige zu lange,
    was offensichtlich ist und in Planspielen
    geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
    wir allenfalls Fußnoten sind.

    Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
    der das von einem Maulhelden unterjochte
    und zum organisierten Jubel gelenkte
    iranische Volk auslöschen könnte,
    weil in dessen Machtbereich der Bau
    einer Atombombe vermutet wird.

    Doch warum untersage ich mir,
    jenes andere Land beim Namen zu nennen,
    in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten –
    ein wachsend nukleares Potential verfügbar
    aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
    zugänglich ist?

    Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
    dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
    empfinde ich als belastende Lüge
    und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
    sobald er mißachtet wird;
    das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.

    Jetzt aber, weil aus meinem Land,
    das von ureigenen Verbrechen,
    die ohne Vergleich sind,
    Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
    wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
    mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
    ein weiteres U-Boot nach Israel
    geliefert werden soll, dessen Spezialität
    darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
    dorthin lenken zu können, wo die Existenz
    einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
    doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
    sage ich, was gesagt werden muß.

    Warum aber schwieg ich bislang?
    Weil ich meinte, meine Herkunft,
    die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
    verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
    dem Land Israel, dem ich verbunden bin
    und bleiben will, zuzumuten.

    Warum sage ich jetzt erst,
    gealtert und mit letzter Tinte:
    Die Atommacht Israel gefährdet
    den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
    Weil gesagt werden muß,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir – als Deutsche belastet genug –
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
    das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
    durch keine der üblichen Ausreden
    zu tilgen wäre.

    Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
    weil ich der Heuchelei des Westens
    überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
    es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
    den Verursacher der erkennbaren Gefahr
    zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
    gleichfalls darauf bestehen,
    daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle
    des israelischen atomaren Potentials
    und der iranischen Atomanlagen
    durch eine internationale Instanz
    von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

    Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
    mehr noch, allen Menschen, die in dieser
    vom Wahn okkupierten Region
    dicht bei dicht verfeindet leben
    und letztlich auch uns zu helfen.

    Antwort
  9. Tula Celina Stonebridge

    Einschränkung

    Ich weiß nicht, was mir hier gefällt,
    In dieser engen, kleinen Welt
    Mit holdem Zauberband mich hält?
    Vergeß′ ich doch, vergeß′ ich gern,
    Wie seltsam mich das Schicksal leitet;
    Und ach, ich fühle, nah und fern
    Ist mir noch manches zubereitet.
    O wäre doch das rechte Maß getroffen!
    Was bleibt mir nun, als, eingehüllt,
    Von holder Lebenskraft erfüllt,
    In stiller Gegenwart die Zukunft zu erhoffen!

    Johann Wolfgang von Goethe
    (* 28.08.1749 , † 22.03.1832)

    Namaste

    Antwort
  10. Tula Celina Stonebridge

    Wilhelm Busch

    Gute Unterhaltung besteht nicht darin, daß man etwas Gescheites sagt, sondern daß man etwas Dummes anhören kann.

    Liebe Grüße

    Antwort
  11. Frau

    Na Tula alles Klar?
    Ja hab beim überfliegen, Deiner Kommentare nur Grass gelesen der Grass,
    da gibt es ne witzige Anekdote von einer Freundin und einem Freund von mir.
    Ja die gingen auf die Frankfurter Buchmesse und wollten von dem ein Autogramm.
    So erfreut und voller elan gingen sie zu ihm hin und baten in freundlichst
    ihnen doch ein Autogramm zu geben… ja auf jeden Fall, war des ein reisen Arschloch.
    Der schrie sie an, ob sie denn nicht sehen würden, dass er gerade ein Interview macht
    und …. Naja, lach danach wollten sie vom Grass nichts mehr wissen….Zu dumm aber auch tztztztztz…

    Ja und dann noch was anderes. Ja habe mir Gedanken wegen meinem Lachen gemacht.
    Da gab es doch diese Geschichte von „Tim Taler“ und dann mußte ich an „Sterntaler“ denken….

    Antwort
  12. Tula Celina Stonebridge

    Hahaha…..wahrscheinlich hatte der Grass „alten“ Sex und seine Liebste war im höchsten Masse unzufrieden.
    Vielleich hätte er ihr diese Wahnsinnsresonanzstimme des Ansager hier intravenös verabreichen sollen.
    Bei der Stimme vibriert alles von allein……. i like a sunshine uhuhuh….. thats the way, i like ist…..ahahah…..

    Antwort

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