Nett und komplett, so wie es ein jeder gern in seiner dunklen Verstrickung hätt

Solange wie wir nicht wissen, dass uns das Wort existentielle Fragen beantwortet, solange führen wir eine Nullexistenz im Leerlauf, alle Depressionen bauen darauf auf

Beitrag Nr. 722

netter-affekt02

Ihr Wille ist stark, nämlich der genettisch zu sein

Viele Männer und Frauen sind eigentlich nur deswegen so lange miteinander zusammen, weil sie sich daran gewöhnt haben nett zueinander zu sein (eben genau so wie es sich gehört, damit der eine den andern in seiner Unabhängigkeit nicht stört). Er muss in diesem Fall dann aber auch so nett zu ihr sein, dass er sie nicht mehr mit irgendwelchen sexuell orientierten Annäherungsversuchen belastet, nicht dass sie dann gleich ausrastet, doch als rücksichtsvoller Mann weiß er, dass sie sodann sagt: „Sei bitte so nett und lass das, denn ich hass das.“ Als netter oder eben nicht so netter Mann hätte er nun aber drei Möglichkeiten, die erste wäre, er verlässt sie und somit auch ihre zubereitete Komfortzone, die ihm Bequemlichkeit versprach, weil er diese sexuelle Überspannung in sich, wenn er ständig neben ihr herum hängt und einem stillschweigenden Antastverbot unterliegt, einfach nicht mehr aushält, er weiß, dass ihn dieser Zustand umbringt und im weniger schlimmen Fall durchdrehen lässt, und deswegen hält er an dieser Zerreißprobe nicht länger fest (es kann sein, dass solch ein Mann mit der bestimmten Frau sogar verheiratet bleibt, aber sich, durch die vollbeschäftigte Mitgliedschaft in irgendwelchen Geheimgesellschaften, bei ihr daheim kaum noch sehen lässt). Die zweite Möglichkeit wäre, er hält nach einer Seitensprungmöglichkeit Ausschau, um sich an einer Stellvertreterin körperlich abzureagieren (eben ganz unter dem Motto: Appetit holt er sich zu Hause, doch zum Essen geht er mit einer anderen ins Bett hinein aus.). Die dritte Möglichkeit ist dann aber auch sehr hausbacken, denn dabei fängt er einfach an, immer mehr (eben ihre Liebe, die sie auftafelt, damit sie bei ihm, in Trieb stillender Weise, durch den Magen geht) zu essen, um seinen unhaltbaren Beziehungsumstand harmonisierend zu vergessen, er möchte sich eben nicht wegen Nichtigkeiten stressen, ist die Sache mit ihr abgegessen, dann gibt es eben etwas Anderes zu essen. Was tun also die, auf Teufel komm raus, Netten? Sie tun sich, ohne es selbst richtig zu bemerken, in Heuchelei, immer mehr miteinander verketten, nichts kann sie dann noch vor der Erstarrung und Handlungsunfähigkeit, in der sich ständig verschärfenden Kompromissbindung (eben unter ihren neckisch antestenden Tests, bis hin zu seinem Testament) retten. Manche Männer versuchen es mit Zigaretten um nicht ganz so dick zu werden beim heuchlerischen Herumnetten. Ja die Netten, sie verrecken letztendlich unter ihren fest gespannten Höflichkeits- und Anstandsketten, eben weil es sich so gehört, und alle es genau so gern hätten, eben die unfehlbar Kompletten. Und wenn wir es mal wissenschaftlich ausdrücken, so könnten wir sagen: Genettisch (geh nett ich) ist es, wenn sich die Netten über Kompromissketten, bis hin zur absoluten Handlungsunfähigkeit miteinander verketten und verkletten, als gordische Verknotung und nur noch herumzuckendes Nervenbündel sind sie dann nicht mehr zu retten.

Durcheinander aber nett, als Versuch der gordischen Verknotung.

Doch siehe nun wie es ihnen geht den Netten und Kompletten, die sich in die Ehe und in den harmonische Familienstand hinein retten: Die, die über ihre geheime Sexualität (innerhalb ihrer ehelichen Geheimgesellschaft) noch Kinder als Zeugen hervorbringen, die sind nur unbewusste Kopiermaschinen, die den Kanonenfutter süchtigen Weltherrschern (denen, die da stehen, in der Anweisungsposition, über alle weltlichen Geheimgesellschaften) dienen, und danach geben sie dann ihren restlichen Lebensgeist auf, weil sie glauben zu wissen, was Kinder brauchen (sie brauchen keine Information über das, was Geheim ist, weil es Zeugen zeugt. Und was brauchen sie sonst noch?), und da dann sehr infantil eintauchen, um ihren Lebensgeist im Verkümmerungsprozess auszuhauchen.

Und links gestrickt ist dann das Endresultat, na dahaben wir ihn doch schon, den Salat. Warum fehlt den heutigen Menschen, und da vor allem den Männern, die rechte Hand? Weil jeder, in sich hervortuender Weise sagt: „Das mache ich doch mit links!“ Männer die sich heutzutage an eine Frau binden, die mutieren schnell einmal zu Linkshändern, denn die Frauen sehen es nicht mehr länger ein, für dumme Männer die rechte Hand zu sein. Wo dran Mann das erkennen kann? Wenn sie sagt: „Typisch Mann!“ Und jetzt sagt er auch noch vor versammelter Gesellschaft: „Sie ist meine rechte Hand.“ Nein das wird sie ihm nie verzeihen, für sie ist er jetzt nur noch absolut hirnverbrannt, denn wenn sie sagt: „typisch Mann“, so hat er bitteschön zu wissen, dass er schon einmal langsam zum Linkshänder werden kann, denn für sie sind sodann, an ihm nur noch zwei linke Hände dran. „Fasse mich bitte nicht damit an!“ Ja es sind wirklich dunkle Zeiten, die die Unangefassten und Linkshänder da um sich ausbreiten.

Muss man die Dunkelkräfte geistig erhellend auslachen? Ja, wahrscheinlich, denn das ist für sie schlimmer, als wenn ihnen Atombomben um die Ohren krachen. Was eben des einen Hölle ist, das ist für den Anderen das Himmelreich, nämlich zum Lachen sogleich.

Nein, es kann einfach niemand, Beifall spendend über mich lachen, denn mit meiner Art der Unterbelichtung, die, die sich für erleuchtet halten, auszulachen, da kann ich diesbezüglich nun wirklich niemand anmachen.

Die Unwissenheit ist nur noch dann ein Segen, wenn man noch sägen tut am eigenen Ast, weil einem das besser in den Kram passt.

Siegelbruch

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13 Gedanken zu „Nett und komplett, so wie es ein jeder gern in seiner dunklen Verstrickung hätt

  1. siegelbruch Autor

    Aussagen zum Höllenprinzip

    109. Kapitel – Bilder der ersten und zweiten Hölle.
    Wie es erscheinlich in der ersten Hölle aussieht, das habt ihr schon einmal im
    Verlaufe der Mitteilungen aus der Sonne gesehen, wie auch die verschiedenartigen Eingänge in die
    erste Hölle. Nur muß ich das Wenige noch beisetzen, daß der Eifer eben derjenigen höllischen
    Geister, die ihr in der ersten Hölle geschaut habt, vorzugsweise nur ein Genuß- oder, wie ihr zu
    sagen pfleget, ein Freß-Eifer ist. Es gleicht dieser Zustand demjenigen auf der Erde, in welchem die
    Menschen auch alles Mögliche ergreifen, um, wie ihr zu sagen pfleget, zu einem Brote zu gelangen.
    Die einen errichten verschiedenartige Gewerbe, die andern haschen nach
    Beamtenstellen, wieder andere nach irgendeiner guten Heirat. Aber das alles tun sie nicht etwa des
    Guten wegen, sondern rein nur ihrer selbst und des Brotes wegen. Sie kümmern sich in diesem
    Zustande wenig um irgendeine Herrlichkeit, sondern es liegt ihnen alles daran, eine gewisse
    Versorgung zu bekommen.
    Nach himmlischer Art sorgt man sich um gar nichts außer allein um die Liebe und
    die Erkenntnis Gottes. Für alles andere sorgt der Herr! Nach höllischer Art aber sorgt man sich
    gerade umgekehrt. Man will eine sichere Versorgung haben und denkt im besten Falle: Wenn ich
    erst für alle äußeren Bedürfnisse gedeckt bin, dann will ich sehen, ob der Geist mit dieser
    Versorgung zufrieden ist. Wenn aber dann jemand eine äußere Versorgung erlangt, welche
    gewöhnlich mit irgendeiner kleinen Herrlichkeit verbunden ist, so geht der Versorgte bald in einen
    seiner Herrlichkeit entsprechenden Hochmut über, den er durch einen gewissen Glanz stets mehr
    aufzurichten bemüht ist. Aus diesem Grunde fangen denn auch junge Beamte wie auch angetretene
    Gewerbsleute – versteht sich ein jeder in seiner Sphäre – sich mehr und mehr aufzublähen an. Gar
    bald wissen sie nicht mehr, wie sie sitzen, stehen, gehen, sehen, hören und reden sollen, damit man
    ihnen auf den ersten Augenblick anmerkt und gewisserart anerkennen und von der Nase ablesen
    soll, in welcher Herrlichkeit sie stecken und was für ein vielsagendes Amt sie bekleiden.
    Sind solche Menschen auf diese Weise versorgt, da sollen sie sich um nichts mehr
    sorgen, denn sie haben ihr bestimmtes Einkommen und Brot erhalten. Sie sollten jetzt für das
    Geistige zu sorgen anfangen. Aber – ganz umgekehrt – jetzt ist mit der Versorgung das Glanz- und
    Herrschbedürfnis eingetreten. Darum sorgen sie jetzt mehr als je dafür, um nur höher und höher zu
    steigen, wie die Gewerbsleute, um nur reicher und reicher zu werden. In dieser Lage werden sie voll
    Neides und inneren Hasses gegen diejenigen, die ihnen irgend im Wege stehen.
    Die Nächstenliebe geht bei ihnen so weit, daß so mancher Unterbeamte nichts
    sehnlicher wünscht als den Tod seines ihm vorgesetzten höheren Beamten, um bei solcher
    Gelegenheit dann die Stelle des Höheren einzunehmen. Der Gewerbsmann wünscht nichts
    sehnlicher als den geschäftlichen Ruin seiner Kollegen, damit er dann alles Geschäft an sich reißen
    könnte. Ja, seine Nächstenliebe geht so weit, daß er alle seine Geschäftsgenossen mit einem Tropfen
    Wasser umbringen möchte, wäre solches nur irgend möglich. Er unternimmt auch alles Erdenkliche,
    um, wo und wie nur immer möglich, seinen Nebengeschäftsmann zu ruinieren.
    Wenn ihr dieses weltliche Benehmen nur ein wenig klar beleuchtet, so habt ihr
    schon die erste Hölle vollkommen in dem Freßbestreben und auch, wie diese in die zweite Hölle
    übergeht, im Haß, Zorn, Neid und Herrschbestreben auf ein Haar genau getroffen vor euch. Ihr
    brauchet hier nichts als die äußeren sittlichen und bürgerlichen Staatsgesetze hinwegzustreifen, und
    die erste wie die zweite Hölle sind buchstäblich und bildlich vor euch.
    Was sich auf der Welt unter dem Deckmantel der sittlichen und bürgerlichen
    Gesetze noch in einer gewissen Dezenz ausnimmt, das tritt bei Hinwegnahme dieser Gesetze
    sogleich als Raub, Krieg und Mordbrennerei auf. Da habt ihr dann das vollkommene Bild der ersten
    Hölle.
    Wollt ihr aber das Bild der zweiten Hölle, so tuet dasselbe. Ihr werdet sogleich
    allenthalben eine geheime Verschmitztheit zu entdecken anfangen, und nirgends werdet ihr
    Menschen oder Geister sich gegenüberstehend entdecken, die nicht gegenseitige Todfeinde wären.
    Begegnen sie sich auch äußerlich freundlich und voll Höflichkeit wie auch voll scheinbarer
    gegenseitiger Liebe, so ist aber alle diese Liebe dennoch nichts anderes als purer Haß. Denn alles
    das ist Politik, um den Gegner zum Frieden zu stimmen, ihn auf die feinste Art zu entwaffnen, um
    ihn dann desto sicherer ohne Widerstand überfallen zu können und bis in den Grund und Boden zu
    verderben.
    Betrachtet nur auf eurer Erde die sogenannten Kriecher und Speichellecker. Das
    sind gewöhnlich die größten Todfeinde derjenigen, vor denen sie kriechen. Sie erheben sie aus
    demselben Grunde wie ein Geier eine Schildkröte, um sie, wenn er mit ihr die rechte Höhe erlangt
    hat, auf das schmählichste fallen zu lassen und so durch ihren Fall noch mehr zu gewinnen.
    Sehet, das ist wieder buchstäblich und bildlich die rein höllische Liebe des zweiten
    Grades. Daher werden in dieser Hölle auch schon allerlei Trugkünste gehandhabt, um sich
    gegenseitig zu fangen und zu verderben, in der tollen Meinung, durch den Fall anderer auf jede
    mögliche Weise stets mehr zu gewinnen. –
    Auf diese Weise lernen auch unsere Schüler die Höllen zuerst theoretisch und dann
    praktisch erscheinlich durch und durch kennen. Und so hätten auch wir in möglichst gründlicher
    Kürze die ersten zwei Höllen erscheinlich beschaut. – Wer diese Darstellung nur ein wenig
    nachdenkend beachtet, der hat alles sonnenklar vor sich. Was aber die Erscheinlichkeit der dritten
    Hölle betrifft, so wollen wir derselben eine eigene Betrachtung widmen, denn diese muß am
    meisten erkannt sein, weil sie der Grund alles Lasters ist. –

    Antwort
  2. Laubfrosch

    hat denn niemand einen Einfall wie man nett sein kann…
    ja ich… es muß einfach ohne diese Gesellschaftskonditionen von muß, ja dies ist die Höflichkeit sein… es muß einfach das sein was man wirklich geben will…

    Antwort
  3. apis

    Depressionen DE PRE SION .. SETH ISIS OSIRIS NEFTEUS.. KA IN Prinzip
    KANIBALE —
    KAIN ABEL

    Höre auf zu kämpfen dann musst nimmer jammern… das würde Dir Heim geleiten.. können .. GEN ES IS
    apis

    Antwort
  4. apis

    Du bist in die Dualität als *IN DIV ID I UM ..
    *Der in die Trennung gegangene Schöpfer gegangen.. das ist ALL ES…
    Hilf DIR selbst dann bist DU das Wort… erinnere Dich Selbst und ende mit der Verirrung
    apis

    Antwort
  5. Suncat

    Nektar und Ambrosia
    Nektar (griech. νέκταρ) ist nach der griechischen Mythologie das Getränk der Götter, so wie Ambrosia (griech. ἀμβροσία; von ἄμβροτος, am-brotos, „un-sterblich“) die unsterblich machende Speise der Götter ist. Ambrosia ist mythologisch und etymologisch verwandt dem aus der indischen Mythologie bekannten Lebenselixier Amrita, dessen Götter und Menschen in gleicher Weise bedürfen und der im Rigveda auch als Somatrank bezeichnet wird, der gleichsam der irdische Repräsentant des himmlischen Amrita ist.
    Nach Rudolf Steiner hängen Nektar und Ambrosia mit der Geschlechtertrennung der Menschheit zusammen, mit der die physische Liebe entstand, die den Göttern für ihre eigene Höherentwicklung als Nahrung diente.
    Damit entstand bei den Menschen die physische Liebe, welche wieder das Band zwischen den beiden Geschlechtern bildete und andererseits die Möglichkeit zur Höherentwicklung, zur geistigen Erkenntnis. Dadurch, daß sich das Menschenreich spaltete und die physische Liebe entstand, konnten die Götter sich höher entwickeln auf Kosten der Menschen, da für die Götter die physische Liebe der Menschen ebenso Lebensluft war, wie für den Menschen und das Tier der Sauerstoff der Pflanzen, wie für die Pflanze das vom Mineralreich zurückgestrahlte Licht. Es wird in der griechischen Sage erzählt, daß die Götter von Nektar und Ambrosia leben. Das ist die männliche und weibliche Liebe der Menschen. Zu gleicher Zeit entwickelte sich in den Menschen das Herz, die Lungen und das warme Blut – vorher atmeten die Menschen durch Kiemen. Sie lebten in einer Atmosphäre, die man nicht durch Lungen hätte einatmen können. – Nun verwandelten sich die Atmungsorgane allmählich, um den Sauerstoff der Luft einatmen zu können.
    Der Aufstieg und die Fortentwicklung besteht nun darin, daß die Menschen die physische Liebe überwinden. Die Trennung in die beiden Geschlechter war notwendig, damit sich im Menschen der Intellekt entwickeln konnte. Er wurde dadurch in eine niedere und eine höhere Natur gespalten. Nun muß aber das, was die beiden Geschlechter zusammen verbindet, auch wieder überwunden werden. Es ist eine Stufe des Aufstiegs, wenn der Mensch die Kräfte der physischen Liebe opfert und in höhere Kräfte umwandelt. Dadurch, daß er diese niederen Kräfte opfert, kann das Höhere in ihm zutage treten.“ (Lit.: GA 266a, S. 151f)[1]
    „Wie das Tier und der Mensch von der Pflanze, so sind wieder die Götter von den Menschen abhängig. Das hat die griechische Mythe so schön ausgedrückt: Die Götter erhalten von den Sterblichen Nektar und Ambrosia. Beide bedeuten die Liebe. Die Liebe wird innerhalb des Menschengeschlechtes erzeugt. Und Liebe atmet das Göttergeschlecht ein, sie ist die Götternahrung. Die Liebe, die von den Menschen erzeugt wird, wird den Göttern Speise. Das ist viel wirklicher als etwa die Elektrizität, so seltsam es zuerst erscheint. Die Liebe tritt zuerst als Geschlechtsliebe auf und entwickelt sich hinauf bis zur höchsten geistigen Liebe. Aber alle Liebe, niedere und hohe, ist Götteratem. Nun kann man sagen: Wenn das alles so ist, kann es kein Böses geben. Aber Weisheit liegt der Welt zugrunde, Liebe entwickelt sich. Weisheit wird die Lenkerin der Liebe. So wie alle Weisheit aus Irrtum geboren wird, ringt sich alle Liebe nur aus Kämpfen zur Höhe empor.“ (Lit.: GA 055, S. 95f)
    „Wie das Pflanzenreich Sauerstoff ausatmet, so atmet die Menschenwelt Liebe aus – seit der Trennung der Geschlechter -, und von diesen Ausströmungen der Liebe leben die Götter. Warum atmen das Tier und der Mensch Liebe aus? Der Okkultist sieht im heutigen Menschen ein in voller Evolution befindliches Wesen. Der Mensch ist ein gefallener Gott und ein werdender Gott in einem.
    Die Reiche der Himmel nähren sich von der Ausströmung der menschlichen Liebe. Das Griechentum drückte diese Tatsache im Mythos von Nektar und Ambrosia aus. Indessen stehen die Götter dermaßen hoch über dem Menschen, daß sie ihn, ihrer eigenen Natur nach, eigentlich erdrücken würden. Aber es gibt etwas zwischen dem Menschen und den Göttern, eine Art Zwischenstufe, so wie die Mistel eine Zwischenstufe ist zwischen Pflanze und Tier: Das ist Luzifer und das luziferische Wesen überhaupt.
    Die Götter haben nur ein Interesse an der Liebefähigkeit der Menschen. Während Luzifer in Schlangengestalt den Menschen verführen will, nach Wissen und Erkenntnis zu suchen, widersetzt sich ihm Jehova. Aber Luzifer ist ein gefallener Gott, der nur durch den Menschen aufsteigen kann, indem er ihm die Begierde nach persönlicher Erkenntnis eingibt. Er widersetzt sich daher dem Willen des Gottes, der den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hatte.“ (Lit.: GA 094, S. 30)
    „Damals waren göttliche Wesen da, die man die Devas nennt, die keinen physischen Leib brauchten, die im Astralraum schwebten. Was sie durch einen physischen Leib erwerben konnten, hatten sie auf dem Monde durchgemacht. Es waren aber auch noch andere Wesenheiten da, die auf dem Monde ihre Evolution nicht beendet hatten, die damit nicht fertig geworden waren. Dies sind die luziferischen Wesenheiten, die gegenüber den Devas zurückgeblieben waren. Die Götter oder Devas lebten von dem auf der Erde, was eine Eigenschaft der Menschen geworden war, von der zweigeschlechtlichen Liebe. Die Liebe der Menschen ist die Luft oder auch die Nahrung, welche die Götter genießen. Man bezeichnete sie in der griechischen Mythologie als Nektar und Ambrosia.“ (Lit.: GA 097, S. 166)
    „Wie war nun das Verhältnis der Götter zu den Menschen? Die Menschen werden im Verlaufe ihrer Entwickelung Götter sein, und die Götter haben eine Art Menschheitsentwickelung durchgemacht, anders als die unsrige, auf andern Planeten, aber immerhin etwas Ähnliches. Die Höherstehenden entwickeln sich fort auf der Grundlage der niederen: Mensch und Tier leben von der Pflanze, diese vom Mineral. Nie könnten die Götter sein, wenn die Menschen nicht wären. Es besteht das gleiche Verhältnis zwischen ihnen. Was brauchen nun die Götter von uns? Sie nähren sich von unserer Liebe. Die Zweiteilung der Geschlechter tritt ein. Die wirkliche Bedeutung von Nektar und Ambrosia, der Nahrung der Götter, ist die Liebe des Mannes und der Frau. Es ist dies der Ausdruck einer okkulten Tatsache.
    Zwischen Göttern und Menschen stehen nun Wesenheiten, die ihre Entwickelung nicht zu gleicher Zeit mit den Göttern vollendet haben, die sozusagen in der Schule der Evolution sitzengeblieben sind, den Menschen aber weit voraus sind. Es sind die luziferischen Wesenheiten. Sie sind die Anfacher der höheren geistigen Selbständigkeit beim Menschen. Sie erzogen ihn zum Aufruhr gegen die Götter, sie bildeten jenen Teil in ihm aus, der die Götter nicht nährt. In der Paradiesessage erscheint deshalb Luzifer als Schlange, und die Strafe Jehovas ist: «Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären.» Die Scharen des Luzifer wirkten weiter an der Verstandeserziehung. Was sie nicht erreicht hatten, holten sie nach, als die Fernehe entstand. Nicht mehr das unfreie Blut bewirkt Liebe, sondern von außen durch Übereinstimmung der Seelen kommt sie. Wenn wir dies erwägen, wird uns auch Jehovas Walten klar: Er ordnet durch richtige Gesetze die Blutsverwandtschaft. Das alte Gesetz schafft unter den Menschen Ordnung. Luzifer wurde achthundert bis neunhundert Jahre vor Christus frei, und die innere Kraft der Seele beginnt sich zu entfalten. Christus ist der Repräsentant der neuen Ordnung. Das äußere Gesetz wurde auf dem Sinai gegeben, das innere Gesetz, die Gnade, ist denen gegeben, die befreit durch Christus sind. So ist der Fortschritt der Menschheit: immer mehr mußte sich im Menschen das luziferische Prinzip entwickeln. Die äußere Wissenschaft soll durch die Theosophie frei werden: Wissenschaft vertieft zur Weisheit. Der Name Luzifer deutet das Prinzip der Selbständigkeit an, deshalb nannte Madame Blavatsky ihre erste Zeitschrift so und deshalb heißt die unsere so, um dieses Prinzip zu dokumentieren. Mehr und mehr werden sich die Unterschiede zwischen Menschen und Völkern abschleifen und der erste Satz der Prinzipien der Theosophischen Gesellschaft in Kraft treten: den Kern einer Menschenbruderschaft zu bilden. Die Liebe der Blutsverwandtschaft wird immer mehr überwunden werden, und man wird mehr die seelischen Zusammenhänge suchen. Aus den größten Fernen werden sich die Seelen zusammenfinden. Die Weiterentwikkelung und Umwandlung des Verstandes wird uns in der Zukunft ein neues Hellsehen bringen. Das Überwinden der Geschlechtsliebe bedeutet zunächst Vereinsamung. Der Chela muß entwurzelt werden – die große Überwindung aller Verwandtschaftsgefühle, das ist die Funktion des luziferischen Prinzips.“ (Lit.: GA 097, S. 173f)

    Antwort
    1. siegelbruch Autor

      Ja Suncat , dein Text sagt es: weg mit der irdischen Blutsverwandtschaft, hin zur Seelenverwandtschaft ähnlicher Geistesorientierung, das schließt die Schaffung von Blutsverwandtschaft, durch die Zeugung von Blutungszeugen aus, die doch nur bezeugen, dass sie aus dem Blut des Menschen gezeugt wurden, welches sich als böses Blut nach unten hin, übersäuert, absetzte.

      Antwort
  6. siegelbruch Autor

    Wie wird man nett? Indem man sein „geh-nett-ich-es“ Erbe antritt. Also, es ich nett geh = sachbezogen ich nett angehe, und ich die Menschen in ihren scheinbaren Nöten vollkommen verstehe, da ich nun einmal glaube, was ich sehe. Der halbierte Mensch, wo hat er seine andere Hälfte, nämlich die rechte Gehirnhälfte? Die linke Hälfte kann nur sehen, um übers Auge, welches mit isst, kalkulierend zu verstehen.

    Antwort

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