Unseren schmerzsüchtig angestrebten Tod halten wir für gerecht, durch das, was wir an uns gesellschaftlich ansehen, als unrein, verkehrt und schlecht

Solange wie wir nicht wissen, dass uns das Wort existentielle Fragen beantwortet, solange führen wir eine Nullexistenz im Leerlauf, alle Depressionen bauen darauf auf

Beitrag Nr. 730

Wenn ich mich (als fordernd vordergründiger Mensch) nicht mit den Hintergründen menschlicher Triebkraft bzw. mit der verbindenden Lebensmotivation des Menschen beschäftige, so beschäftige ich mich nur (masochistisch tüchtig danach schmerzsüchtig) mit dem Tod, denn wer nichts von seiner verbindenden Schöpferkraft wissen will, der erschöpft sich, einsam zu zweit heißt dann zumeist sein hartes Beziehungsbrot.

In der offiziellen Gesellschaftsanschauung hat man durch den Geschlechtsverkehr eine schlecht gehende Schweinerei begangen, und weil diese allgemeine Gesellschaftsauffassung, nach einem solchen Verkehr, sehr stark in uns aufsteigt und wirkt, deswegen zehrt diese, durch eine innere Lächerlichkeitsempfindung (die man mit aller Macht wieder weg haben möchte) und der damit verbundenen Verunsicherung stetiger Zunahme, immer mehr an unseren Kräften, eben durch den Kampf gegen die Schwäche die wir dafür haben, aber der persönlichen Blamagegefahr wegen, niemand offenbaren möchten. Somit wollen wir dann aber nur noch, nicht mehr daran denkend, abschalten, um uns möglichst vernünftig in einer Stärke zeigenden Gesellschaftsstellung und der diesbezüglichen Einstellung zu halten, und somit hängen wir dann schon drin, in einer heimlichen bis unheimlichen Drogensucht, als Mittel der Lebenstriebflucht, über die wir uns dann hinrichten und vernichten. Wir sind es, die wir, durch die Verweigerung den menschlichen Lebenstrieb übers Wort zu hinterfragen und logisch zu klären, auf die Befähigung zum Leben verzichten, das in uns krampfhaft unten gehaltene Herumgeilen der hysterischer Erregungsart (= unsere nicht übers Wort geklärte Sexualität) wird uns übersäuernd richten, das dabei ständig aus dem drückenden Erregungsaspekt heraus (affektartig) geäußerte Regelformwort, dies ist dann letztendlich unser Nerven aufzehrender Selbstmord.

Siegelbruch

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Ein Gedanke zu „Unseren schmerzsüchtig angestrebten Tod halten wir für gerecht, durch das, was wir an uns gesellschaftlich ansehen, als unrein, verkehrt und schlecht

  1. siegelbruch Autor

    Aussagen zum Höllenprinzip

    114. Kapitel – Herrschsucht und Hochmut – Samen der Hölle.
    Es braucht einen geringen Grad psychologischer Kenntnis, um im allgemeinen
    herauszufinden, daß im weiblichen Geschlecht die Herrschsucht der vorherrschendste Charakterzug
    ist; denn Herrschlust und Eitelkeit sind Zwillingsgeschwister und haben somit eine und dieselbe
    Stammwurzel. Wo aber ist das Weib, das nicht irgendeinen Grad von Eitelkeit besäße, sei es in
    ihrem Kleiderwesen oder in ihrer Zimmereinrichtung oder in noch so manchem anderen?
    Prüfet den Zug dieser Eitelkeit und ihr werdet hinter ihm nichts finden als das
    lebendige Samenkörnchen des Hochmutes und der nachfolgenden Herrschsucht.
    Man wird hier sagen: Nein, das heißt die Sache zu tief und zu grob angepackt! Man
    sollte im Gegenteil einen gewissen Grad von Eitelkeit beim weiblichen Geschlecht eher loben als
    schonungslos an den Pranger des tiefsten Tadels stellen. Denn dieser gewisse Grad von Eitelkeit ist
    sicher nur ein Kind der weiblichen Scham und des damit verbundenen Reinlichkeitssinnes, was aber
    offenbar nur eine lobenswerte Tugend und nie ein Fehler des weiblichen Geschlechts ist. Gut, sage
    ich, es ist auf der Welt leider so weit gekommen, daß man das Gefühl der Scham für eine Tugend
    hält und mit der Ehre die Menschheit krönt, und das ist die beste Ernte für die Hölle; denn auf
    diesem Wege müssen die Menschen fallen, wo sie auf einem anderen höchstens fallen könnten.
    Man fragt: Wieso denn? Ich aber frage: Wessen Anteil ist des Menschen irdische
    Ehre? Ist sie ein Anteil seiner Demut oder seines Hochmutes? Der Demütige strebt nach der
    untersten Stufe, wo es keine Ehre und Auszeichnung mehr gibt, wie der Herr mit dem großen
    Beispiele vorangegangen ist und Seine Ehre in die allertiefste Demütigung und in das, was
    eigentlich die größte Weltschande ist, gesetzt hat.
    Eine ähnliche Ehre wurde allen Seinen ersten Nachfolgern zuteil. Ich aber frage:
    Was hat da das Schamgefühl zu tun, wo man verfolgt, verspottet und endlich nackt ans Kreuz
    geschlagen wird? Wieviel Ehre mag wohl der noch im Leibe haben, wieviel Schamgefühl, der auf
    den Galgen gezogen wird? Ich meine, bei dieser Gelegenheit dürften diese beiden so
    hochgeachteten Menschlichkeitsattribute in den Hintergrund gestellt sein.
    Wenn man aber schon etwas als eine Tugend aufführen will, so sollte man dasselbe
    doch wenigstens in einem oder dem andern Punkte auf Christum als den Zentralpunkt aller Tugend
    beziehen können. Ich aber frage: Wann hat Er je die Scham und das Ehrgefühl als eine Tugend des
    Menschen gepriesen? Im Gegenteil untersagte Er es Seinen Jüngern und Aposteln, nach
    irgendwelcher Ehre zu streben, indem Er zu ihnen sagte, daß sie sich nicht sollen grüßen und ehren
    lassen, wie es die Pharisäer verlangten und gerne sehen und haben, daß man sie auf den Gassen
    grüßt und Rabbi nennt.
    Demzufolge aber kann ich durchaus nicht begreifen, aus welchem Grunde man das
    Schamgefühl und die damit verbundene Ehrsucht, welche beim weiblichen Geschlechte ganz
    besonders vorherrschend ist, als eine Tugend bezeichnen kann.
    Man wird hier sagen: Man nehme dem weiblichen Geschlechte das Schamgefühl
    und man wird bald lauter Huren vor sich haben. Oho, sage ich, geht es auf diesem Wege? Dann sage
    ich ganz bestimmt hinzu: Es gibt in dieser Hinsicht kein besseres Reizmittel für das weibliche
    Geschlecht, als das Schamgefühl. Es braucht nichts als ein bißchen Gelegenheit dazu und ein jedes
    weibliche Wesen ist vermöge dieses Gefühles zur Unzucht reif; denn nichts ist leichter über den
    Daumen gedreht als eben ein solches Gefühl, das nichts anderes als seine eigene Eitelkeit zum
    Grunde hat. Das bißchen Ehre, das dem Schamgefühl gegenübersteht, ist eine so schwache Stütze
    für die Tugend, daß man über sie auch nicht den leisesten Wind kommen lassen darf, um sie nicht
    augenblicklich zu verwehen.
    Aus dem aber geht doch klar hervor, daß es mit dieser Art weiblicher Tugend einen
    außerordentlich verhängnisvollen Haken hat. Um aber dieses in ein recht scharfes Licht zu stellen,
    will ich euch aus eurem Leben gegriffene Beispiele vorführen.
    Ich setze den Fall, einer von euch gerät zufällig an einem Morgen in ein weibliches
    Ankleidekabinett, in welchem einige Jungfrauen noch im Negligé versammelt sind. Ein
    Zetergeschrei wird sich erheben, und die Jungfern werden nach allen Winkeln und hinter alle
    Vorhänge die Flucht ergreifen; natürlich aus lauter „Schamgefühl“. Was aber habt ihr bei dieser
    Gelegenheit von all ihren weiblichen Reizen gesehen? Höchstens einen zerzausten Kopf, ein
    ungewaschenes, schläfriges Gesicht, einen kaum bis über den Ellenbogen bloßen Arm und allenfalls
    noch eine halbe Brust. Nun aber ziehen sich diese Jungfern an. Der Arm wird nicht selten bis unter
    die Achseln entblößt, Nacken und Busen, soviel es eine gewisse Dezenz gestattet, unbekleidet
    gelassen oder höchstens mit einem durchsichtigen Spitzenzeug bedeckt, um damit die Reize der
    nackten Teile zu erhöhen. Damit hat es mit dem Morgen-Schamgefühl ein Ende.
    Frage: Liegt hier das Schamgefühl in der Jungfrau oder im Negligékleide? Aber
    nur weiter! Dieselbe schamhafte Jungfrau, die beim Morgenbesuch aus lauter Scham beinahe vom
    Schlage getroffen wurde, und die sich in dieser Stunde um keinen Preis der Welt von einem Manne
    hätte anrühren lassen. – eben diese super-schamhafte Jungfrau wird abends in beinahe halbnacktem
    Zustande auf einen Ball geführt und läßt sich nun von ihrem Tänzer ungeniert angreifen und nicht
    selten, wie ihr sagt, kreuz und quer abdrücken. Frage: Wo bleibt hier das morgendliche
    Schamgefühl? Sicher auch zu Hause im unvorteilhaften Negligégewande. Aber nur weiter!
    Dasselbe schamhafte Mädchen hat entweder auf dem Balle oder bei einer anderen
    Gelegenheit, etwa bei einer ehrsamen Visite oder bei einem noch ehrbareren, unschuldigen
    Spaziergange eine ihr zusagende jungmännliche Augenbekanntschaft gemacht. Für diesen
    Gegenstand wird soviel als möglich bei jeder Gelegenheit dem Schamgefühle Lebewohl gesagt. Gar
    bald wird unsere Schamhafte den Blicken ihres erwählten Gegenstandes ablauschen, wohin diese
    am meisten gerichtet werden, und unsere schamhafte Jungfrau wird sobald alle Sorgfalt darauf
    verwenden, um diejenigen Teile so vorteilhaft als möglich öffentlich zu präsentieren.
    Wenn ihr Auserwählter unsere schamhafte Jungfrau aber in einer Gesellschaft
    treffen wird, in der sie sich gewisserart von der ehrbarsten Seite zeigen will, da wird er sich
    begnügen müssen, so sie ihm bei günstiger Gelegenheit ein paar verstohlene Blicke zuwirft, aber
    noch mehr wird sie bemüht sein, ihm ihre Königschaft in der Gesellschaft an den Tag zu legen.
    Wehe ihm, wenn er sich da vergäße und sich ihr zu viel nähern wollte. Wenn es aber eine
    Zusammenkunft gilt, besonders an einem Orte, wo die Strahlen der Sonne nicht direkt einfallen,
    auch die Schallwellen des Weltgetümmels nur gebrochen oder garnicht hingelangen, da wird das
    Schamhaftigkeitsgefühl völlig besiegt, und unsere am Morgen so schamhafte Jungfrau gibt sich
    ihrem geliebten Gegenstande, ich möchte sagen, von Angesicht zu Angesicht oder vom Scheitel bis
    zur Ferse zur Beschauung preis. Und ein freies Betasten wird bei solcher Gelegenheit durchaus
    nicht als ein Verstoß gegen das jungfräuliche Schamgefühl betrachtet.
    Auf diese Weise geht dieses gepriesene Tugendgefühl völlig unter; und ich frage:
    Wo ist nun die Wirkung dieses so hoch gepriesenen Gefühles? Es ist verflogen und hat seine wahre
    Gestalt bei Abnahme der Maske gezeigt. Und jeder Nüchterne kann so erschauen, wie es nichts
    anderes ist als eine Schlange in der weiblichen Brust, oder der untersten Hölle erstes Samenkorn,
    von welchem hernach, wenn es sich entfaltet hat, alle möglichen weiblichen Laster wie aus einem
    Füllhorne hervorsprudeln. – Wie aber dieses vor sich geht, wollen wir in der Folge so handgreiflich
    wie bis jetzt vor jedermanns Augen stellen. –

    Antwort

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